Banteay Srei, Juwel der Khmerkunst
Das gigantische Angkor Wat mag Sie am stärksten beeindrucken, aber verlieben werden Sie sich in den bezaubernden Tempel Banteay Srei, er liegt 30 km nordöstlich von Angkor. "Banteay Srei" bedeutet "Festung der Frauen", vielleicht auf seine Anmut anspielend, oder wegen der vielen schmucken Skulpturen von Devata-Halbgöttinnen. Banteay Srei ist der Edelstein in der Krone der Angkor-Tempel, verdient wahrlich seinen Ehrentitel "Juwel der Khmerkunst". Überraschend klein dimensionert, versetzt dieses Monument alle seine Besucher durch seine schiere Schönheit in Erstaunen. Die Bauwerke des zentralen Hofes sind die einzigen der Khmer-Architektur, die vollständig mit Steingravuren überzogen sind. Es ist nicht nur die Fülle an Basreliefs, sondern ihre Erlesenheit und Kunstfertigkeit und Stilsicherheit, was die Besucher begeistert. Die ausgefeilteste Reliefkunst ist, erwartungtsgemäß, die an den Türstürzen und Giebeln. Sie ist viel detailreicher und sogar großflächiger als die anderer Khmer-Stile, dies ist um so augenfälliger, als es mit der geringen Gebäudegröße kontrastiert.
Banteay Srei ist das wichtigste Beispiel für einen sogenannten Privat-Tempel, damit ist gemeint, er wurde nicht im Auftrag eines Königs errichtet und diente nicht Staatszeremonien. Banteay Srei wurde 967 von einem bedeutenden Gelehrten und Würdenträger namens Yajnavaraha gegründet, er diente während der Regierung von Rajendravarman II. als Berater und war ein Lehrer (Guru) von Rajendravarmans Nachfolger Jayavarman V. Türpfosten-Inschriften berichten, dass Yajnavarahas Bruder und Schwester ihn unterstützen. Aber obwohl es sich bei Banteay Srei nicht um einen Reichstempel handelt, gibt es Anspielungen, die quasi-imperialen Anspruch symbolisieren. nicht nur den Reichtum an Schmuck, sondern auch im Grundriss, der nämlich den des Reichstempels Prasat Thom in Koh Ker aufgreift, der eine Machtdemonstration eines Rivalen Angkors gewesen war.
Das Banteay Srei Ensemble wurde im 11. Jahrhundert restauriert und erweitert. Der Tempel blieb in Gebrauch und wurde unterhalten bis ins 14. Jahrhundert hinein, aber er wurde dann, anders als das Angkor Wat, nicht mehr von der neuen dominierenden religiösen Tradition Kambodschas übernommen, dem Theravada-Buddhismus. Banteay Srei wurde erst 1914 wiederentdeckt. 1923 stahl Andre Malreay, späterer französischer Minister, vier Devatas und wurde dafür verhaftet, aber büßte nie eine Strafe ab. In den 1930er Jahren wurde Banteay Srei restauriert, es war das erste Mal, dass die Anastylosis-Methode, die zur Rekonstruktion con Javas berühmtem Borobudur-Stupa entwickelt wurde, in Kambodscha angewendet wurde.
Der Tempel war Schiwa geweiht in seiner Form als "Herr der Drei Welten", eine weitere Anspielung auf den Prasat Thom in Koh Ker, der dem gleichen Gott geweiht war. Dieser "Tribhuvanamaheshvara" wurde in der Form eines Lingams im zentralen Prasat-Turm verehrt. Gleichwohl war Banteay Srei ein Schiwa- und gleichzeitig auch ein Vishnu-Tempel. Die Bauten der Südhälfte präferieren Schiwa, während die Vishnu-Mythologie jene in dem nördlichen Teil des Hofs dominieren, aber nicht völlig symmetrisch, denn die Mitte gilt der Schiwa-Verehrung. Ursprünglich wurde der Tempel von einer kleinen Stadt namens Ishvarapura umgeben, einem weiteren Bezug auf Schiwa.
Banteay Srei ist weitgehend aus einem besonderen roten Sandstein erbaut, der leicht bearbeitet werden kann, aber sehr widerstandfähig gegen Verwitterung ist. Außer Banteay Srei gibt es nur zwei kaum bekannte Beispiele für die Verwendung dieses speziellen Materials, nämlich einige Reliefs von Prasat Sralao und Säulen des Südlichen Khleang. Ziegel und Laterit wurden bei den Einfassungsmauern verwendet.

Wie gewöhnlich, besteht das Heiligtum Banteay Srei aus drei konzentrischen rechtwinkligen Einfriedungen und ist symmetrisch entlang einer Ost-West-Achse angelegt. Das Tempelareal war von der Stadt Ishvarapura innerhalb einer zusätzlichen vierten Einfriedung umgeben. Das östliche Gopuram ist das Einzige, was von dieser äußersten Umfassung übrig ist, denn die Wand selbst, 500 m lang an jeder Seite, ist völlig verschwunden, vermutlich, weil es sich dabei ausnahmsweise nur um eine Holzkonstruktion handelte.
Ein Zugangsweg und -Damm führt von dem Tor zur dritten oder äußersten der drei Tempel-Einfriedungen. Die dritte Einfriedung misst 110 m mal 95 m, mit zwei Gopuram-Eingängen, von Ost und von West. Das nach Osten weisende Giebelfeld, mit einer Ramayana-Szene, liegt nun auf dem Boden.
Ein breiter Wassergraben, der den Kerntempel umgibt, liegt innerhalb der dritten Einfriedung. Zweite und erste Einfriedungsmauer lagen nahe beieinander, aber die innere der beiden Einfassungsmauern ist in Trümmern. Wie üblich istr es die innerste Einfriedung, die das Hauptheiligtum birgt. Die drei Prasat-Türme sind auf einer einzigen Plattform in einer Nord-Süd-Linie angeordnet, vor dem zentralen Prasat steht eine Mandapa-Halle auf der selben Plattform. Zwei symmetrisch platzierte angeordnete Bibliotheksbauten komplettieren dieses Kern-Ensemble. Alle sechs Bauten dieser Gruppe sind völlig mit Ornamenten überzogen. Ihre Türstürze und Giebel tragen jene außergewöhnlichen Reliefs, die oben bereits erwähnt wurden. Zum Beispiel ist der tanzende Schiva an dem östlichen Gopuram-Eingang dieser inneren Einfassungsmauer abgebildet. Jede der beiden Bibliotheken hat zwei Giebel, nach Osten und nach Westen. Das östliche Giebelfeld der südlichen Bibliothek zeigt Schiwa mit seiner Gemahlin Uma auf dem Berg Kailash sitzend, der von dem zehnköpfigen Dämonenkönig Ravana geschüttelt wird. Deas westliche Giebelfeld der südlichen Bibliothek zeigt wiederum Schiva auf dem Kailasch, in dieser Szene zielt Kama, der Gott der Liebe, mit einem Pfeil auf ihn. Das östliche Giebelfeld der nördlichen Bibliothek stellt die Szene dar, wie Indra Regen sendet, um einen Waldbrand zu löschen, der von Agni entfacht wurde. Agni wird von dem Mahabharata-Helden Arjuna unterstützt, der einen Pfeil abschießt, um den Regen aufzuhalten. Das westliche Giebelfeld der gleichen Bibliothek zeigt Krischna, wie er seinen übeltätigen Onkel Kamsa erschlägt.
Sechs Treppenaufgänge führen auf die Hauptplattform. Jeder von ihnen wird von je zwei wunderschönen knienden Statuen von menschlichen Figuren mit Tierköpfen bewacht. Sie sind Kopien, da die Originale gestohlen oder zur Verwahrung in Museen verbracht wurden.
Sie können einen Besuch von Banteay Srei weit außerhalb Angkors mit Abstechern zu den "Flüssen der 1000 Lingas" kombinieren, nämlich Kbal Spean und auf Phnom Kulen.
Kbal Spean ist der interessantere der beiden Bäche, denn er hat nicht nur die 1000 Lingas in das Flussbett gemeißelt, sondern weitere Reliefs mit mythologischen Szenen, die an den Felsblöcken entlang des Bachlaufs eingraviert sind. Um diesen mysteriösen und romantischen Ort zu erreichen, müssen Sie etwas zu Fuß gehen, auf und ab insgesamt vier Kilometer, wohingegen die 1000 Lingas von Phnom Kulen sehr nahe am Besucherparkplatz zu besichtigen sind. Doch für diejenigen, die nicht lauffaul sind, ist der Dschungelpfad nach Kbal Spean selbst eine lohnende Sehenswürdigkeit.
Banteay Srei ist das wichtigste Beispiel für einen sogenannten Privat-Tempel, damit ist gemeint, er wurde nicht im Auftrag eines Königs errichtet und diente nicht Staatszeremonien. Banteay Srei wurde 967 von einem bedeutenden Gelehrten und Würdenträger namens Yajnavaraha gegründet, er diente während der Regierung von Rajendravarman II. als Berater und war ein Lehrer (Guru) von Rajendravarmans Nachfolger Jayavarman V. Türpfosten-Inschriften berichten, dass Yajnavarahas Bruder und Schwester ihn unterstützen. Aber obwohl es sich bei Banteay Srei nicht um einen Reichstempel handelt, gibt es Anspielungen, die quasi-imperialen Anspruch symbolisieren. nicht nur den Reichtum an Schmuck, sondern auch im Grundriss, der nämlich den des Reichstempels Prasat Thom in Koh Ker aufgreift, der eine Machtdemonstration eines Rivalen Angkors gewesen war.
Das Banteay Srei Ensemble wurde im 11. Jahrhundert restauriert und erweitert. Der Tempel blieb in Gebrauch und wurde unterhalten bis ins 14. Jahrhundert hinein, aber er wurde dann, anders als das Angkor Wat, nicht mehr von der neuen dominierenden religiösen Tradition Kambodschas übernommen, dem Theravada-Buddhismus. Banteay Srei wurde erst 1914 wiederentdeckt. 1923 stahl Andre Malreay, späterer französischer Minister, vier Devatas und wurde dafür verhaftet, aber büßte nie eine Strafe ab. In den 1930er Jahren wurde Banteay Srei restauriert, es war das erste Mal, dass die Anastylosis-Methode, die zur Rekonstruktion con Javas berühmtem Borobudur-Stupa entwickelt wurde, in Kambodscha angewendet wurde.
Der Tempel war Schiwa geweiht in seiner Form als "Herr der Drei Welten", eine weitere Anspielung auf den Prasat Thom in Koh Ker, der dem gleichen Gott geweiht war. Dieser "Tribhuvanamaheshvara" wurde in der Form eines Lingams im zentralen Prasat-Turm verehrt. Gleichwohl war Banteay Srei ein Schiwa- und gleichzeitig auch ein Vishnu-Tempel. Die Bauten der Südhälfte präferieren Schiwa, während die Vishnu-Mythologie jene in dem nördlichen Teil des Hofs dominieren, aber nicht völlig symmetrisch, denn die Mitte gilt der Schiwa-Verehrung. Ursprünglich wurde der Tempel von einer kleinen Stadt namens Ishvarapura umgeben, einem weiteren Bezug auf Schiwa.
Banteay Srei ist weitgehend aus einem besonderen roten Sandstein erbaut, der leicht bearbeitet werden kann, aber sehr widerstandfähig gegen Verwitterung ist. Außer Banteay Srei gibt es nur zwei kaum bekannte Beispiele für die Verwendung dieses speziellen Materials, nämlich einige Reliefs von Prasat Sralao und Säulen des Südlichen Khleang. Ziegel und Laterit wurden bei den Einfassungsmauern verwendet.

Wie gewöhnlich, besteht das Heiligtum Banteay Srei aus drei konzentrischen rechtwinkligen Einfriedungen und ist symmetrisch entlang einer Ost-West-Achse angelegt. Das Tempelareal war von der Stadt Ishvarapura innerhalb einer zusätzlichen vierten Einfriedung umgeben. Das östliche Gopuram ist das Einzige, was von dieser äußersten Umfassung übrig ist, denn die Wand selbst, 500 m lang an jeder Seite, ist völlig verschwunden, vermutlich, weil es sich dabei ausnahmsweise nur um eine Holzkonstruktion handelte.
Ein Zugangsweg und -Damm führt von dem Tor zur dritten oder äußersten der drei Tempel-Einfriedungen. Die dritte Einfriedung misst 110 m mal 95 m, mit zwei Gopuram-Eingängen, von Ost und von West. Das nach Osten weisende Giebelfeld, mit einer Ramayana-Szene, liegt nun auf dem Boden.
Ein breiter Wassergraben, der den Kerntempel umgibt, liegt innerhalb der dritten Einfriedung. Zweite und erste Einfriedungsmauer lagen nahe beieinander, aber die innere der beiden Einfassungsmauern ist in Trümmern. Wie üblich istr es die innerste Einfriedung, die das Hauptheiligtum birgt. Die drei Prasat-Türme sind auf einer einzigen Plattform in einer Nord-Süd-Linie angeordnet, vor dem zentralen Prasat steht eine Mandapa-Halle auf der selben Plattform. Zwei symmetrisch platzierte angeordnete Bibliotheksbauten komplettieren dieses Kern-Ensemble. Alle sechs Bauten dieser Gruppe sind völlig mit Ornamenten überzogen. Ihre Türstürze und Giebel tragen jene außergewöhnlichen Reliefs, die oben bereits erwähnt wurden. Zum Beispiel ist der tanzende Schiva an dem östlichen Gopuram-Eingang dieser inneren Einfassungsmauer abgebildet. Jede der beiden Bibliotheken hat zwei Giebel, nach Osten und nach Westen. Das östliche Giebelfeld der südlichen Bibliothek zeigt Schiwa mit seiner Gemahlin Uma auf dem Berg Kailash sitzend, der von dem zehnköpfigen Dämonenkönig Ravana geschüttelt wird. Deas westliche Giebelfeld der südlichen Bibliothek zeigt wiederum Schiva auf dem Kailasch, in dieser Szene zielt Kama, der Gott der Liebe, mit einem Pfeil auf ihn. Das östliche Giebelfeld der nördlichen Bibliothek stellt die Szene dar, wie Indra Regen sendet, um einen Waldbrand zu löschen, der von Agni entfacht wurde. Agni wird von dem Mahabharata-Helden Arjuna unterstützt, der einen Pfeil abschießt, um den Regen aufzuhalten. Das westliche Giebelfeld der gleichen Bibliothek zeigt Krischna, wie er seinen übeltätigen Onkel Kamsa erschlägt.
Sechs Treppenaufgänge führen auf die Hauptplattform. Jeder von ihnen wird von je zwei wunderschönen knienden Statuen von menschlichen Figuren mit Tierköpfen bewacht. Sie sind Kopien, da die Originale gestohlen oder zur Verwahrung in Museen verbracht wurden.
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Kbal Spean ist der interessantere der beiden Bäche, denn er hat nicht nur die 1000 Lingas in das Flussbett gemeißelt, sondern weitere Reliefs mit mythologischen Szenen, die an den Felsblöcken entlang des Bachlaufs eingraviert sind. Um diesen mysteriösen und romantischen Ort zu erreichen, müssen Sie etwas zu Fuß gehen, auf und ab insgesamt vier Kilometer, wohingegen die 1000 Lingas von Phnom Kulen sehr nahe am Besucherparkplatz zu besichtigen sind. Doch für diejenigen, die nicht lauffaul sind, ist der Dschungelpfad nach Kbal Spean selbst eine lohnende Sehenswürdigkeit.
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