Angkor Dschungeltempel (Ta Prohm, Preah Khan und weitere)
Neben Flachtempeln im klassischen Stil von Angkor Wat gibt es noch größere Flachtempel-Komplexe in Angkor, aus der Periode des Bayon-Stils, das bedeutet, sie sind aus der Zeit des buddhistischen Königs Jayavarman VII. Er errichtete auch einen Tempel-Berg, den Bayon, nämlich als seinen Reichstempel. Aber alle anderen seiner Bauprojekte von enormen Dimensionen waren Flachtempel.
Zufällig ist ihnen heute ein weiteres gemeinsames Merkmal eigen. Einige der vielen Steinbauten innerhalb dieser Flachtempel-Komplexe sind umschlungen von Wurzeln gewaltiger Bäume. Darum werden Sie auf dieser Internetseite "Dschungeltempel" genannt. Der eine "Dschungeltempel" par excellence, mit erheblich mehr steinbrechenden Bäumen als die anderen, ist Ta Prohm. Preah Khan ist sogar noch größer, aber hat weniger "Tempel-Bäume". Ein weiteres viel bestauntes Beispiel eines Urwaldbaums auf einem Tempelbau ist das Osttor von Ta Som. Banteay Kdei hat einen lebenden Baum auf den Steinen der Westmauer des Haupttempels, Ta Nei hat einen auf der Nordmauer der Tempel-Terrasse. Innerhalb des Hofes von Banteay Prei gibt es zwei große Bäume, aber nicht auf Bauten. Der Baum, der auf der Gallerie von Banteay Thom wuchs, stürzte im April 2013 in den Tempelhof.
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Ta Prohm
Neben Angkor Wat und Angkor Thoms Bayon ist Ta Prohm für Touristen eine der drei beliebtesten Sehenswürdigkeiten Angkors. Die meisten ausländischen Gäste nennen Ta Prohm einfach “den Dschungeltempel“, da dieses Monument am dichtesten mit Bäumen zugewachsen ist. Kein anderer Tempel weltweit hat so viele große Bäume auf Steinen. Die Wurzeln von einigen umschlingen die Bauten auf spektakulärte Weise.
Es wird oft erzählt, dass die französischen Archäologen entschieden, Ta Prohm in dem gleichen Zustand zu belassen, in dem es gefunden wurde. Aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Genau genommen wurde der Tempel vom Unterholz befreit. Und die Baumgiganten konnten nicht beseitigt werden, ohne auch die Bausubstanz mit zu schädigen. Doch in der Tat haben sie weise entschieden, die großen Bäume auch als Beispiel für die malerische Kombination von Stein und Holz zu bewahren. Maurice Glaize, Angkors Konservator von 1937 bis 1945, nannte den Tempel Ta Prohm "einen der imposantesten und denjenigen, der um bisten mit dem Dschungel verschmolzen ist, aber noch nicht bis zu dem Punkt, an dem er ein Teil von ihm geworden wäre".
Die meisten ikonischen Fotografien von Bäumen auf Tempeldächern stammen aus Ta Prohm, es wurde sogar zum Film-Drehort. Würgefeigen (Ficus gibbosa) umklammern die Mauern mit einem Netz von kleinen Wurzeln. Die noch größeren Spong-Bäume (Tetrameles nudiflora, in Thailand Sompong, in Indien Thitpok genannt), haben weniger, aber viel größere Wurzeln, die die Wände bedecken.
Ta Prohm gehört zu den größten Monumenten in Angkor, aber es ist ein Flachtempel auf Bodenniveau, nicht ein Tempel-Berg. Ta Prohm befindet sich anderthalb Kilometer östlich von Angkor Thom (2 km Fahrstrecke). Der Kerntempel hat drei konzentrische Einfassungsmauern, die als Gallerien gestaltet sind, er bedeckt eine Fläche von über einem Hektar, aber das gesamte Gelände misst 65 Hektar und hat zwei weitere, äußere Einfriedungen, also insgesamt 5, wohingegen die meisten großen Khmer-Tempelkomplexe nur 3 Einfriedungen haben. Die Holzbauten in jenem Areal (zwischen dritter und fünfter Einfriedungsmauer) sind verschwunden, und dieser Teil ist nun völlig vom Wald verschluckt.
Die meisten Besucher betreten den Tempel von Westen, aber wie bei den meisten Khmer-Tempeln liegt Ta Prohms Haupteingang im Osten. Der Kerntempel liegt etwas nach Westen versetzt. Zwischen fünfter und vierter (äußerer) Einfriedungsmauer befindet sich ein Feuerhaus an der Nordseite der Ost-West-Allee. Eine Halle der Tänzer liegt auf der Hauptachse zwischen den Toren der vierten und dritten Einfriedung, hier sind Restaurationsarbeiten im Gange (2014).
Der Kerntempel ist labyrinthisch und romantisch, aber ehrlich gesagt überfüllt mit Touristen. Sie sollten vor acht Uhr morgens kommen, um die Geräusche des Dschungels zu hören. Die Pfade, die durch den südlichen Teil des Kerntempels und seinen Nebentempel führen, sind meistens weniger überlaufen. Diese Nebentempel im Norden und Süden waren dem Lehrer des Königs bzw. seinem älteren Bruder geweiht. Der südliche Tempel hat ein berühmtes Giebelrelief. Diese erodierte, aber hervorragende Relief illsutriert den „Großen Auszug“ von Siddharta, dem künftigen Buddha, aus dem Palast seines Vaters. Im Unterschied zur indischen buddhistischen Ikonographie ist der Sattel nicht leer, der Buddha ist abgebildet, das bedeutet, er hat den Palast zu Pferde bereits verlassen, aber noch nicht das Pferd zurück gelassen.
Im gesamten Khmer-Reich begann Jayavarman VII. (1181-ca1210), jener Angkor-Herrscher, der den Buddhismus als Staatskult einführte, ein Bauprogramm in einer Größenordnung, die alle seine Vorgänger übertrumpfte. Seiner Tempelinschrift zufolge wurde Ta Prohm 1186 begonnen. Es ist eines der ersten großen Projekte dieses neuen Königs, der der Rejkord-Bauherr der Khmer wurde. Nur der benachbarte Komplex von Banteay Kdei ist ein etwas älteres Bauwerk aus seiner Regierungszeit. Der Skulpturenschmuck aus dieser ersten Phase des Bayon-Stils (Ära von Jayavarman VII.) unterscheidet sich nicht sehr von dem früheren Stil von Anngkor Wat, trotz des erwähnten Wechsels der Religion.
Ta Prohm ursprünglicher Name war “Rajavihara”, „Königskloster“. Der moderne Name Ta Prohm bedetet „Ahne Brahma“. Jayavarman VII. widmete diesen Tempel seiner Mutter. Das Haupt-Bildnis stellt sie als eine Repräsentation der Prajnaparamita dar, der weiblichen Verkörperung der vollkommenen Weisheit nach den Lehren des Mahayana-Buddhismus.
Die berühmte Inschrift von Ta Prohm berichtet, dass der Tempel die Heimat von mehr als 12,500 Personen war (inklusive 615 Tänzern). 3140 Dörfer mit mehr als 800.000 Menschen waren der Instandhaltung des Klosters und dem Unterhalt seiner Bewohner zugewiesen. Tatsächlich dienten Khmer-Tempel und –Klöster als eine Art Verwaltungssitz für Agrarland. Die Inschrift erwähnt auch, dass enorme Schätze in den Arsenalen des Klosters gehortet wurden.
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Preah Khan
Preah Khan ist noch größer als Ta Prohm. Außerhalb Kambodschas werden Sie kaum ein Waldgebiet von der Größe Preah Khans dicht gepackt mit Ruinen finden. Wie im Falle von Ta Prohm haben Archäologen weise entschieden, die Bäume nicht zu beseitigen, solange das nicht zugunster der Sicherheit der Besucher oder des Denkmalschutzes unerlässlich ist. Zugegebenermaßen sind hier weniger jener auf Bauten wachsenden Bäume als in dem Gelände von Ta Prohm. Nichtsdestotrotz, der größte der Stein-bedeckenden Bäume von Preah Khan ist von magischer Schönheit jenseits der Vorstellungskraft, ein Gedicht und ein Märchen und eine wahre Geschichte zugleich (Foto hier).
Obwohl in den meisten zwei- oder dreitägigen Angkor-Ausflugsprogrammen enthalten und tagein, tagaus von Busladungen aufgesucht, ist Preah Khan groß genug, dass Sie einen idyllischen Flecken nur für sich selbst finden werden, ungestört von lärmigen Gruppen. Die Ruinen von Preah Khan werden dann der ideale Ort für Ihre Indiana-Jones-Phantasien sein.
Preah Khan war nicht nur einfach ein Tempel. Es war ein buddhistisches Kloster mit Schreinen für 430 Hindugötter, eine Mahayana-Universität mit über 1000 Lehrern, ein agrarwirtschaftliches Verwaltungszentrum und eine ganze Stadt. Preah Khan bedeckte 56 Hektar und hatte 100.000 Einwohner, so viele wie die größten Städte Europas zu jener Zeit. Für eine kurze Zeit war Preah Khan sogar die Hauptstadt des Khmer-Reichs, da am Ende des 12. Jahrhunderts Jayavarman VII. hier residierte, während Bauarbeiten an seiner zukünftigen noch weit größeren Hauptstadt Angkor Thom im Gange waren.
Preah Khans originaler Sanskrit-Name war "Nagarashrijaya", das heißt "Stadt des glorreichen Sieges", eine Erinnerung daran, dass Jayavarman VII. die ausländischen Invasoren zurückgeschlagen und den Erzfeind besiegt hatte, die Cham aus dem heutigen zentralen Vietnam. 1191 wurde Preah Khan Jayavarmans VII. Vater geweiht, die zentrale Statue hieß "Jayavarmeshvara", was "Jayavarman, Herr der Welt" bedeutet. Jayavarmans Vater wurde hier als Personifikation des universalen Bodhisattvas des Mitleids und der liebenden Fürsorge verehrt, Avalokiteshvara, in Südostasien oft Lokeshvara genannt. Avalokiteshvara ist der meistverehrte Heiland in populären Formen des Mahayana-Buddhismus. Dies war die Religionsform, die Jayavarman VII. als neuen Staatskult einführte, ohne dazu den Hindu-Glauben zu unterdrücken. Tempel für Vishnu im Westen und für Schiwa im Norden, die den zentralen Lokehvara-Schrein flankieren, sind integrale Bestandteile von Preah Khans Baukonzept. Im zentralen Prasat Preah Khans, wo einst die Statue Avalokiteshvaras stand, befindet sich nun ein Stupa (Chedi). Er wurde im 16. Jahrhundert errichtet, erst in der Theravada-buddhistischen Epoche Kambodschas.
Die erste (innere) Einfriedung ist durch eine kreuzförmige Gallerie in vier Teile gegliedert, jeder davon wird fast vollständig von später unregelmäßig hinzugefügten Bauten eingenommen. Die Höfe im Nordwesten und Südwesten habe zentrale Säulen mit einem Zapfen auf der Spitze, einem Symbol unbekannter Bedeutung (Foto hier). Die Gebäude dieser zwei Höfe sind Reich dekoriert mit Blätter- und Volutenmustern und Reihen von Eremiten mit gekreuzten Beinen.
Die dritte Einfassungsmauer ist 200 m lang und 175 m breit. Ihr westliches Gopuram, das zum westlichen Satellitentempel für Vishnu führt, hat viele Giebel mit szenischen Reliefs, einer Art Schachspiel, Krischna den Berg Govardhana hebend, Schiwa den Liebesgott Kama verbrennend, die Schlacht von Lanka, Rama and Ravana. Der letztere ist ikonographisch leicht erkennbar an seinen zehn Köpfen und zwanzig Armen, von denen hier aber nur zehn abgebildet (Foto hier). Die wuchtigen Wächter Dvarapalas vor dem Tor sind enthauptet.
Im Innenhof des nördlichen Komplexes, der Schiwa geweiht ist, gibt es das beste Beispiel eines Giebelreliefs, das Vishnu auf der Weltenschlange Ananta schlafend darstellt (Foto hier), und im Osten die Hindu Trimurti von Vishnu, Schiwa und Brahma. Außerdem findet sich ein Relief des tanzenden Schiwa in diesem nördlichen Satellitentempel. Ein ungewöhnlicher Hinweis auf Schiwa innerhalb des Schreins sind zwei Füße auf einem Sockel.
Die Halle der Tänzer im Osten des Haupttempels hat wunderschöne Reliefs von tanzenden Apsaras (Foto hier). Übrigens waren laut des detaillierten Berichts auf der berühmten Inschrift von Preah Khan 1000 Tänzer am Tempel Preah Khan angestellt.
Unmittelbar nördlich der Halle der Tänzer steht ein einzigartiges und besonders myteriöses Gebäude. Es ist ein zweigeschossiger Bau, der einzige dieser Art in Angkor (Foto hier). Außerdem ist er das einzige Beispiel eines großen Bauwerks in Angkor mit zylindrischen Pfeilern. Von ihm wird gesagt, das "Heilge Schwert" ("Preah Khan") sei in ihm verwahrt gewesen.
Östlich der Halle der Tänzer liegt das Osttor der dritten Einfriedung. Es ist der Südflügel dieses Gopurams, der das meist bestaunte Paar von Tetrameles Bäumen trägt, die oben erwähnt wurden, einer tot, einer lebendig, mit ihren Wurzeln sind sie dabei, das Dach des Heilgtums gleichzeitig zu zerstören und zu stützen, nämlich indem ihre Wurzeln Teil der tragenden Pfeiler wurden. Ein brüllender Löwe vor dem Südtor der Gallerie schützt diese unglaubliche Szene einer Heirat von Holz und Stein, Wahrzeichen für Angkor.
Auf halbem Wege von diesem Osttor der dritten Einfriedung zu dem der vierten Umfassungsmauer liegt auf der linken Seite ein Bauwerk, das für ein Vahnigriha gehalten wird, ein "Feuer-Haus" (Foto hier). Vahnigrihas waren eine Art Poststationen entlang der Hauptstraßen des Reiches.
Die äußere Laterit.Mauer von Preah Khan (vierte Einfriedung) trägt 72 Garudas in Abständen von 50 Metern zueinander. Sie sind 5 m hoch. an den Ecken sogar noch größer. Vishnus mythische Sonnenadler halten Nagas in ihren Klauen. Eine vierte Umfassungsmauer anstatt der gewöhnlichen drei eines Khmer-Tempels, deutet darauf hin, dass diese Tempel-Außenmauern noch einem weiteren Zweck dienten, sie waren zugleich Stadtmauern.
Die Prachtstraße vor den Eingängen im Osten und Westen werden von Reihen reich dekorierter Pfeiler flankiert (Foto hier). Jeder Eingang hat einen Damm über den Wasergraben, mit Naga-Balustraden (Foto hier), die zwar kleiner sind als die der späteren Hauptstadt Angkor Thom, aber denen sehr ähnlich, ein weiterer Hinweis darauf, dass das städtische Element hier eine größere Rolle spielte als an anderen Tempeln Angkors.
Hinweis: Wir bieten eine eigene Unterseite mit Bildergallerie zu Preah Khan, wo Sie 48 Fotos im Format 900 x 600 Pixel finden, mit Diashow-Funktion.
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Banteay Kdei
Das Trio von riesigen Flachtemeln im Bayon-Stil wird von Banteay Kdei komplettiert, das das erste große Monument war, das vom buddhistischen König Jayavarman VII. (1181-1218) erbaut wurde, der dann fast so viele große Monumente hinterlassen sollte als alle seine hinduistischen Vorgänger zusammen genommen. Viele (nicht alle) der Bauten Jayavarmans haben Gesichter-Türme, jenes zweite Wahrzeichen Angkors neben den fünf Türmen des Angkor Wat. Wie der benachbarte Komplex von Ta Prohm ist Banteay Kdei einer dieser Gesichterturm-Tempel. Die großen Gesichter-Reliefs sind Ergänzungen aus dem 13. Jahrhundert. Sie können vier kolossale Buddha-Gesichter, in die vier Himmelsrichtungen blickend, an jedem von banteay Kdeis vier Gopurams der äußeren Umfassungsmauer sehen, sie liegen an den vier Jardinalpunkten, wie üblich. Aber die buddhistischen Gesichter sind hier nicht so groß wie die berühmten der Stadttote von Angkor Thom und die zahlreichen des Bayon-Tempels.
Banteay Kdei ist auch so etwas wie ein erstes Negativ-Beispiel. Die Bauarbeiten wurden hastig ausgeführt, nicht mehr so präzise wie am Angkor Wat. Und der Sandstein war von schlechterer Qualität. Ungenauigkeit und Brüchigkeit trugen einen Großteil zu dem Verfall bei, der heute sichtbar ist.
Nur wenige Monate, nachdem er Angkor von der Cham-Fremdherrschaft befreit und selbst den Thron bestiegen hatte, widmete Jayavarman VII den Mahayana-buddhistischen Tempel Banmteay Kdei seinem Lehrer (Guru). Eine der Bedeutungen des heutigen Namens "Banteay Kdei" ("citadel of the cells") könnte eine Erinnerung an die Nutzung als Schule sein, wenn damit die Zellen der Novizen in einer Ausbildungsstätte gemeint wären. Aber wahrscheinlicher ist, dass sich der Name auf die vielen Innenräume des Haupttempels bezieht. Nur die Peripherie des Steinbaus diente als Campus. Quartiere für budddhistische Mönche und Novizen waren aus Holz errichtet und sind darum nicht erhalten. Banteay Kdei blieb eine Heimstätte für Mönche für Jahrhunderte. Darum ist es nicht so sehr vom Urwald zurück erobert wie das benachbarte Ta Prohm. Nur an der hinteren (westlichen) Seite des Tempels können Sie einen beeindruckenden malerischen Baum sehen, der auf der von ihm umklammerten Tempelwand wächst.
Die äußerste Tempelwand ist aus Laterit und misst 700 m von Ost nach West und 500 m von Nord nach Süd. Die vier Eingangstore mit Gesichter-Türmen, die bereits erwähnt wurden, sind aus Sandstein.
Eine Terrasse über kreuzförmigem Grundriss vor der ersten Tempelhalle ist mit Naga-Balustraden ausgestattet, sie sind in einem ordentlichen Erhaltungszustand. Das rechteckige Gebäude zwischen dem Eingang (Gopuram III genannt) und dem Kerntempel war die Halle der Tänzer, ähnlich wie bei Preah Khan. Sie ist nur geringfügig kleiner als am Preah Khan Tempel, aber hat mehr Pfeiler. Sie sind verziert mit Reliefs, die tanzende Apsaras allein oder in Paaren abbilden. Die Gesamtgruppe von Steinbauten, inklusive Tänzer-Halle und Kerntempel, ist von einem inneren Wassergraben umschlossen, der 329 m mal 300 m misst.
Der Kunst von Banteay Kdei bildet einen Übergang vom Angkor-Wat- zum Bayon-Stil der anbrechenden Ära Jayavarmans VII. Der Tempel scheint nicht gemäß dem Ursprünglichen Grundriss errichtet zu sein. Mehr und mehr Korridor-Gallerien wurden später hinzugefügt, die die 13 Türme verbinden. Die führte zu der verwirrend labyrinthischen Anordnung der Räume. Aber es bleibt doch weniger komplex als danach die Grundrisse von Ta Prohm und Preah Khan. Im Grunde ist das Arranegment der 13 Türme strikt syymetrisch. Der Zentralturm ist umgeben von vier Türmen in den Kardinalpunkten und vier weiteren in den Ecken des inneren (ersten) Hofes, so bilden sie drei Reihen von drei Türmen in regelmäßigen Abständen. Vier zusätzliche Türme überragen die Kardinalpunkte des umgebenden zweiten Hofes.
In einem Korridor etwas nördlich des Zentralturms gibt es ein Relief über einem Türdurchgang, dass die Versuchungen durch Mara darstellt, die darauf zielen, den Buddha bei der Meditation zu stören, um ihn davon abzuhalten die Erleuchtunng zu finden. Aber der Buddha bleibt unerschütterlich. Die Szene ist eine Allegorie für den Triumph der Tugend über das Üble und mag als Symbol für den Sieg Jayavarmans VII über die Cham-Invasoren gedient haben. Seine Hinwendung zum Buddhismus wird manchmal damit erklärt, dass es ein Mittel war, die frühere Religion des besiegten und nun restaurierten Khmer-Imperiums durch eine neue mächtige Religion zue rsetzen, die mit jener Niederlage nicht in Verbindung gebracht werden konnte.
Nach der buddhistische Herrschaft Jayavarmans VII. dah der königliche Hof in Angkor eine Wiederbelebung des Schiwaismus. And der fanatische Hindu-König Jayavaman VIII. ordnete am Ende des 13. Jahrhunderts sogar die Zerstörung buddhistischer Skulpturen an. Dies ist einer der Gründe dafür, warum in Banteay Kdei die Gesichter so vieler Buddhafiguren beschädigt oder entfernt sind. Wie im Falle von Preah Khan und von vielen kleineren Tempeln trug Kunstraub während der Jahre des Bürgerkriegs ebenfalls zu den Beschädigungen bei.
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Ta Som
Ta Som liegt in der nordwestlichen Ecke der Rundstraße Grand Circuit, 2 km östlich von Neak Pean und 2,5 km nördlich vom Östlichen Mebon. Ta Som lag etwas nördlich der Ost-West-Achse, die von Preah Khan und dem "Nördlichen Baray" namens Jayatataka gebildet wird, dessen Zentralheiligtum Neak Pean ist. Ta Som liegt am Fuße des Ostdamms des Barays.
In Preah Khan gab es eine Stele, die Ta Som vermutlich erwähnte, dadurch konnte der originale Sanskrit-Name des Tempels identifiziert werden: Gaurashrigajaratna, "Verheißungsvolles-Heiliges-Elefanten-Juwel". Die selbe Inschrift besagt, dass es 24 Gottheiten beherbergte.
Ta Som ist ein mittelgroßer Tempelkomplex, kleiner als die ähnlichen Tempel im Bayon-Stil wie Banteay Kdei, Ta Prohm, and Preah Khan. Es ist ein typisches Bauwerk aus der Ära Jayavarmans VII.
Es ist eines der Monumente mit Gesichtertürmen, aber sie sind von kleineren Ausßmaßen als in Angkor Thom. Ta Soms Buddha-Gesichter befinden sich an den Gopurams an den zwei Eingängen von Osten und Westen. Sie gehören zur äußeren (dritten) Umfassungsmauer, die 240 m mal 200 m misst, sie ist möglicherweise eine spätere Hinzufügung aus der Regierungszeit Indravarmans II. in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts.
Der östliche Gesichterturm ist eines der meistfotografierten Monumente der Khmer. Für die heutigen Besucher, der seine Besichtigung am Parkplatz an der Westseite beginnen wird, liegt er am anderen Ende des Komplexes. Er ist bekrönt von einem hervorragenden Exemplar von Angkors weltberühmten steinbrechenden Bäumen, ein dramatischer Anblick. Die Würgefeige steht noch aufrecht, aber sie starb bereits in den 1870 Jahren ab, dies bedeutet, dass sie nicht mehr wächst, und aufgrund von Dekomposition wird sie eines Tages herabstürzen, in einer nicht zu fernen Zukunft.
Die zweite Einfriedungsmauer ist von einem Wassergraben umfasst. Wiederum sind an beiden Seiten, von Osten und Westen, Gopurams mit Türmen.
Ta Soms Kerntempel, bestehend aus Laterit-Gallerien (innere Einfriedung), enthält ein kreuzförmiges Prasat-Heiligtum und zwei Bibliotheken aus Sandstein. Es ähnelt sehr einer Miniaturausgabe von Ta Prohm, 30 m lang and 20 m breit.
Viele der Reliefs sind in einem ordentlichen Erhaltungszustand. Sie sind von hochwertigerer Handwerkskunst als andere Reliefs im Bayon-Stil, die hastiger gearbeitet zu sein scheinen. Die Devata- (Apsara-) Skulpturen zeigen eine eine ungewöhnliche Individualität im Vergleich zu anderen zeitgenössischen Khmer-Tempeln.
Ein ehemaliger Gibel, nun auf dem Boden an der Südseite des Kerntempels aufgestellt (innerhalb der zweiten Einfriedung), trägt eine große und schöne Darstellung des Bodhisattva Lokeshvara. Der nördliche zentrale Giebel des Nord-Gopurams, von ähnlicher Größe, wurde in jüngerer Vergangenheit durch den WMF und die APSARA Behörde restauriert. Der Südgiebel des Nord-Gopurams (innerhalb des inneren Tempelhofs) zeigt einen kleineren Lokeshvara, zu dessen Füßen sich vier betende Figuren auf Lotusblüten befinden.
Im südwestlichen Winkel des Tempelhofes (erste Einfriedung) können Sie ein weiteres exzellentes Relief auf dem Boden sehen sowie eine Säule mit einem Zapfen darauf. Die Symbolik ist nicht bekannt. Ähnliche Stelen wurden auch in gleichzeitigen Tempeln gefunden, z.B. zwei in Preah Khan und eine in Banteay Prei.
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Ta Nei
Am Angkors Kleinem Rundweg, zwischen Ta Kei und Ta Prohm, gibt es einen Waldweg, der einen Kilometer nach Norden führt zu Ta Nei. Ta Nei ist einer der vielen Flachtempel, die vom buddhistischen Herrscher Jayavarman VII. im späten 12. Jahrhundert errichtet wurden. An diesem romantischen Tempel können Sie immer noch die Geräusche der Tiere anstelle des Klickens von Kameras oder des lautstarke Gruppen von amüsierten Reisenden erleben.
Das Tempelgelände ist mittelgroß, 55 m lang und 47 m breit. Viele der Bauten im Tempelhof sind eingestürzt, und es ist etwas beschwerlich über die Steintrümmer zu steigen. Doch dies ist, warum Ta Nei eine außergewöhnliche Erfahrung eines Khmer-Tempels bietet und einen Besuch wert ist.
Sie werden hier Türsturz-Reliefs in einem ziemlich guten Erhaltungszustand entdecken, da sie weniger in Mitleidenschaft gerieten bei dem antibuddhistischen Vandalismus während der Hindu-Restauration unter Jayavarman VIII. als jene an anderen Tempeln im Bayon-Stil. Einige von Ta Neis Steinmetzarbeiten stellen recht ungewöhnliche Themen dar. Zum Beispiel am nördlichen Türsturz des Prasats (Hauptturms) siehr man eine segnende Person auf einem Boot, fliegende Figuren halten Schirme.
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Banteay Prei
Banteay Prei ist ein weiteres der vielen Bauwerke, die von dem Rekorde brechenden Tempelbauer Jayavarman VII. um 1200 errichtet wurden. Innerhaln der äußeren (als "dritten" gezählten= Umfassungsmauer liegt ein Wassergraben, der das Kernareal umgibt. Er mistt 80 m mal 60 m. Die Gallerien, die den inneren ("ersten") Hof einfriedenm sind 30 m von Ost nach West und 25 m von Nord nach Süd lang, sie verbinden kleine Türme an den Ecken und Gopurams in den Kardinalpunkten.
Es gibt einen Pfeiler mit einem Zapfen-Motiv unbekannter Funktion im südwestlichen Teil des Innenhofs. Ähnliche Stelen wurden an anderen Tempeln im Bayon-Stil gefunden, z.B. zwei in Preah Khan und eine in Ta Som.
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Banteay Thom
Prasat Banteay Thom entstand ebenfalls unter dem berühmten ersten buddhistischen Herrscher Angkors, Jayavarman VII. Banteay Thom ist völlig untouristisch, wegen seiner Abgelegenheit. Es ist schwer zu finden und der Zugangspfad ist oft überflutet.
Banteay Thoms Haupteingang ist von Osten, wie meist. Ein zweites Tor ist im Westen. Nur vor der Front des Osttor liegt eine typische kreuzförmige Terrasse. Dieses äußere Ost-Gopuram ist von eindrucksvoller Größe und übersät mit ornamentalen und figurativen Dekorationen im Bayon-Stil, insbesondere männlichen Dvarapala Wächter- und weiblichen Devata- (Apsara-) Figuren. Bedauerlicherweise sind viele Devata-Reliefs grob beschädigt worden in jüngerer Zeit. Banteay Thom ist ein Opfer von Plünderungen.
Ein Wassergraben oder, präziser, eine Serie von Wasserbassins, liegt wie bei Prei Prasat innerhalb der zweiten Umfassungsmauer. Die Pools haben Laterit-Stufen. Dir erste (innere) Einfriedungsmauer hat durchgängige überwölbte Gallerien. Deren Dächer sind mit Gras überwuchert, aber ansonsten gut erhalten, nur teilweise eingestürzt. Sie können hier durch lange dunkle Gänge voller Spinnweben streifen. Ein verrotteter Baum, der einst auf der Südostecke der Umwandlungs-Galerie wuchs, stürzte 2013 um.
Die Hauptgebäude sind drei Prasat Türme in einer Nord-Süd-Linie. Sie sind aus Sandstein errichtet. Ihnen gegenüber liegen zwei Bibliotheksgebäude. Im Nordturm haben Räuber auf der Suche nach Schätzen ein Loch gegraben. Es gibt zahlreiche Reliefs, allerdings nicht im besten Erhaltungszustand. Buddhas und Bodhisattvas wurden vermutlich bereits während des späten 13. Jahrhunderts beschädigt, als der wiederbelebte Hinduismus sich als intolerant erwies. Der "Große Auszug" des Buddha auf seinem Pferd kantaka kann an der Südfassade des Südturms gesehen werden. Eine Mahayana-buddhistische weibliche Verkörperung der höchsten Weisheit, Prajnaparamita, ist ebenfalls in situ. Hinduistische Reliefs bilden Vishnu auf Garuda und deb in Seilen gefangenen Aniruddha ab. Einige weitere Steinreliefs liegen am Boden.
Zufällig ist ihnen heute ein weiteres gemeinsames Merkmal eigen. Einige der vielen Steinbauten innerhalb dieser Flachtempel-Komplexe sind umschlungen von Wurzeln gewaltiger Bäume. Darum werden Sie auf dieser Internetseite "Dschungeltempel" genannt. Der eine "Dschungeltempel" par excellence, mit erheblich mehr steinbrechenden Bäumen als die anderen, ist Ta Prohm. Preah Khan ist sogar noch größer, aber hat weniger "Tempel-Bäume". Ein weiteres viel bestauntes Beispiel eines Urwaldbaums auf einem Tempelbau ist das Osttor von Ta Som. Banteay Kdei hat einen lebenden Baum auf den Steinen der Westmauer des Haupttempels, Ta Nei hat einen auf der Nordmauer der Tempel-Terrasse. Innerhalb des Hofes von Banteay Prei gibt es zwei große Bäume, aber nicht auf Bauten. Der Baum, der auf der Gallerie von Banteay Thom wuchs, stürzte im April 2013 in den Tempelhof.
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Ta Prohm
Neben Angkor Wat und Angkor Thoms Bayon ist Ta Prohm für Touristen eine der drei beliebtesten Sehenswürdigkeiten Angkors. Die meisten ausländischen Gäste nennen Ta Prohm einfach “den Dschungeltempel“, da dieses Monument am dichtesten mit Bäumen zugewachsen ist. Kein anderer Tempel weltweit hat so viele große Bäume auf Steinen. Die Wurzeln von einigen umschlingen die Bauten auf spektakulärte Weise.
Es wird oft erzählt, dass die französischen Archäologen entschieden, Ta Prohm in dem gleichen Zustand zu belassen, in dem es gefunden wurde. Aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Genau genommen wurde der Tempel vom Unterholz befreit. Und die Baumgiganten konnten nicht beseitigt werden, ohne auch die Bausubstanz mit zu schädigen. Doch in der Tat haben sie weise entschieden, die großen Bäume auch als Beispiel für die malerische Kombination von Stein und Holz zu bewahren. Maurice Glaize, Angkors Konservator von 1937 bis 1945, nannte den Tempel Ta Prohm "einen der imposantesten und denjenigen, der um bisten mit dem Dschungel verschmolzen ist, aber noch nicht bis zu dem Punkt, an dem er ein Teil von ihm geworden wäre".
Die meisten ikonischen Fotografien von Bäumen auf Tempeldächern stammen aus Ta Prohm, es wurde sogar zum Film-Drehort. Würgefeigen (Ficus gibbosa) umklammern die Mauern mit einem Netz von kleinen Wurzeln. Die noch größeren Spong-Bäume (Tetrameles nudiflora, in Thailand Sompong, in Indien Thitpok genannt), haben weniger, aber viel größere Wurzeln, die die Wände bedecken.
Ta Prohm gehört zu den größten Monumenten in Angkor, aber es ist ein Flachtempel auf Bodenniveau, nicht ein Tempel-Berg. Ta Prohm befindet sich anderthalb Kilometer östlich von Angkor Thom (2 km Fahrstrecke). Der Kerntempel hat drei konzentrische Einfassungsmauern, die als Gallerien gestaltet sind, er bedeckt eine Fläche von über einem Hektar, aber das gesamte Gelände misst 65 Hektar und hat zwei weitere, äußere Einfriedungen, also insgesamt 5, wohingegen die meisten großen Khmer-Tempelkomplexe nur 3 Einfriedungen haben. Die Holzbauten in jenem Areal (zwischen dritter und fünfter Einfriedungsmauer) sind verschwunden, und dieser Teil ist nun völlig vom Wald verschluckt.
Die meisten Besucher betreten den Tempel von Westen, aber wie bei den meisten Khmer-Tempeln liegt Ta Prohms Haupteingang im Osten. Der Kerntempel liegt etwas nach Westen versetzt. Zwischen fünfter und vierter (äußerer) Einfriedungsmauer befindet sich ein Feuerhaus an der Nordseite der Ost-West-Allee. Eine Halle der Tänzer liegt auf der Hauptachse zwischen den Toren der vierten und dritten Einfriedung, hier sind Restaurationsarbeiten im Gange (2014).
Der Kerntempel ist labyrinthisch und romantisch, aber ehrlich gesagt überfüllt mit Touristen. Sie sollten vor acht Uhr morgens kommen, um die Geräusche des Dschungels zu hören. Die Pfade, die durch den südlichen Teil des Kerntempels und seinen Nebentempel führen, sind meistens weniger überlaufen. Diese Nebentempel im Norden und Süden waren dem Lehrer des Königs bzw. seinem älteren Bruder geweiht. Der südliche Tempel hat ein berühmtes Giebelrelief. Diese erodierte, aber hervorragende Relief illsutriert den „Großen Auszug“ von Siddharta, dem künftigen Buddha, aus dem Palast seines Vaters. Im Unterschied zur indischen buddhistischen Ikonographie ist der Sattel nicht leer, der Buddha ist abgebildet, das bedeutet, er hat den Palast zu Pferde bereits verlassen, aber noch nicht das Pferd zurück gelassen.
Im gesamten Khmer-Reich begann Jayavarman VII. (1181-ca1210), jener Angkor-Herrscher, der den Buddhismus als Staatskult einführte, ein Bauprogramm in einer Größenordnung, die alle seine Vorgänger übertrumpfte. Seiner Tempelinschrift zufolge wurde Ta Prohm 1186 begonnen. Es ist eines der ersten großen Projekte dieses neuen Königs, der der Rejkord-Bauherr der Khmer wurde. Nur der benachbarte Komplex von Banteay Kdei ist ein etwas älteres Bauwerk aus seiner Regierungszeit. Der Skulpturenschmuck aus dieser ersten Phase des Bayon-Stils (Ära von Jayavarman VII.) unterscheidet sich nicht sehr von dem früheren Stil von Anngkor Wat, trotz des erwähnten Wechsels der Religion.
Ta Prohm ursprünglicher Name war “Rajavihara”, „Königskloster“. Der moderne Name Ta Prohm bedetet „Ahne Brahma“. Jayavarman VII. widmete diesen Tempel seiner Mutter. Das Haupt-Bildnis stellt sie als eine Repräsentation der Prajnaparamita dar, der weiblichen Verkörperung der vollkommenen Weisheit nach den Lehren des Mahayana-Buddhismus.
Die berühmte Inschrift von Ta Prohm berichtet, dass der Tempel die Heimat von mehr als 12,500 Personen war (inklusive 615 Tänzern). 3140 Dörfer mit mehr als 800.000 Menschen waren der Instandhaltung des Klosters und dem Unterhalt seiner Bewohner zugewiesen. Tatsächlich dienten Khmer-Tempel und –Klöster als eine Art Verwaltungssitz für Agrarland. Die Inschrift erwähnt auch, dass enorme Schätze in den Arsenalen des Klosters gehortet wurden.
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Preah Khan
Preah Khan ist noch größer als Ta Prohm. Außerhalb Kambodschas werden Sie kaum ein Waldgebiet von der Größe Preah Khans dicht gepackt mit Ruinen finden. Wie im Falle von Ta Prohm haben Archäologen weise entschieden, die Bäume nicht zu beseitigen, solange das nicht zugunster der Sicherheit der Besucher oder des Denkmalschutzes unerlässlich ist. Zugegebenermaßen sind hier weniger jener auf Bauten wachsenden Bäume als in dem Gelände von Ta Prohm. Nichtsdestotrotz, der größte der Stein-bedeckenden Bäume von Preah Khan ist von magischer Schönheit jenseits der Vorstellungskraft, ein Gedicht und ein Märchen und eine wahre Geschichte zugleich (Foto hier).
Obwohl in den meisten zwei- oder dreitägigen Angkor-Ausflugsprogrammen enthalten und tagein, tagaus von Busladungen aufgesucht, ist Preah Khan groß genug, dass Sie einen idyllischen Flecken nur für sich selbst finden werden, ungestört von lärmigen Gruppen. Die Ruinen von Preah Khan werden dann der ideale Ort für Ihre Indiana-Jones-Phantasien sein.
Preah Khan war nicht nur einfach ein Tempel. Es war ein buddhistisches Kloster mit Schreinen für 430 Hindugötter, eine Mahayana-Universität mit über 1000 Lehrern, ein agrarwirtschaftliches Verwaltungszentrum und eine ganze Stadt. Preah Khan bedeckte 56 Hektar und hatte 100.000 Einwohner, so viele wie die größten Städte Europas zu jener Zeit. Für eine kurze Zeit war Preah Khan sogar die Hauptstadt des Khmer-Reichs, da am Ende des 12. Jahrhunderts Jayavarman VII. hier residierte, während Bauarbeiten an seiner zukünftigen noch weit größeren Hauptstadt Angkor Thom im Gange waren.
Preah Khans originaler Sanskrit-Name war "Nagarashrijaya", das heißt "Stadt des glorreichen Sieges", eine Erinnerung daran, dass Jayavarman VII. die ausländischen Invasoren zurückgeschlagen und den Erzfeind besiegt hatte, die Cham aus dem heutigen zentralen Vietnam. 1191 wurde Preah Khan Jayavarmans VII. Vater geweiht, die zentrale Statue hieß "Jayavarmeshvara", was "Jayavarman, Herr der Welt" bedeutet. Jayavarmans Vater wurde hier als Personifikation des universalen Bodhisattvas des Mitleids und der liebenden Fürsorge verehrt, Avalokiteshvara, in Südostasien oft Lokeshvara genannt. Avalokiteshvara ist der meistverehrte Heiland in populären Formen des Mahayana-Buddhismus. Dies war die Religionsform, die Jayavarman VII. als neuen Staatskult einführte, ohne dazu den Hindu-Glauben zu unterdrücken. Tempel für Vishnu im Westen und für Schiwa im Norden, die den zentralen Lokehvara-Schrein flankieren, sind integrale Bestandteile von Preah Khans Baukonzept. Im zentralen Prasat Preah Khans, wo einst die Statue Avalokiteshvaras stand, befindet sich nun ein Stupa (Chedi). Er wurde im 16. Jahrhundert errichtet, erst in der Theravada-buddhistischen Epoche Kambodschas.
Die erste (innere) Einfriedung ist durch eine kreuzförmige Gallerie in vier Teile gegliedert, jeder davon wird fast vollständig von später unregelmäßig hinzugefügten Bauten eingenommen. Die Höfe im Nordwesten und Südwesten habe zentrale Säulen mit einem Zapfen auf der Spitze, einem Symbol unbekannter Bedeutung (Foto hier). Die Gebäude dieser zwei Höfe sind Reich dekoriert mit Blätter- und Volutenmustern und Reihen von Eremiten mit gekreuzten Beinen.
Die dritte Einfassungsmauer ist 200 m lang und 175 m breit. Ihr westliches Gopuram, das zum westlichen Satellitentempel für Vishnu führt, hat viele Giebel mit szenischen Reliefs, einer Art Schachspiel, Krischna den Berg Govardhana hebend, Schiwa den Liebesgott Kama verbrennend, die Schlacht von Lanka, Rama and Ravana. Der letztere ist ikonographisch leicht erkennbar an seinen zehn Köpfen und zwanzig Armen, von denen hier aber nur zehn abgebildet (Foto hier). Die wuchtigen Wächter Dvarapalas vor dem Tor sind enthauptet.
Im Innenhof des nördlichen Komplexes, der Schiwa geweiht ist, gibt es das beste Beispiel eines Giebelreliefs, das Vishnu auf der Weltenschlange Ananta schlafend darstellt (Foto hier), und im Osten die Hindu Trimurti von Vishnu, Schiwa und Brahma. Außerdem findet sich ein Relief des tanzenden Schiwa in diesem nördlichen Satellitentempel. Ein ungewöhnlicher Hinweis auf Schiwa innerhalb des Schreins sind zwei Füße auf einem Sockel.
Die Halle der Tänzer im Osten des Haupttempels hat wunderschöne Reliefs von tanzenden Apsaras (Foto hier). Übrigens waren laut des detaillierten Berichts auf der berühmten Inschrift von Preah Khan 1000 Tänzer am Tempel Preah Khan angestellt.
Unmittelbar nördlich der Halle der Tänzer steht ein einzigartiges und besonders myteriöses Gebäude. Es ist ein zweigeschossiger Bau, der einzige dieser Art in Angkor (Foto hier). Außerdem ist er das einzige Beispiel eines großen Bauwerks in Angkor mit zylindrischen Pfeilern. Von ihm wird gesagt, das "Heilge Schwert" ("Preah Khan") sei in ihm verwahrt gewesen.
Östlich der Halle der Tänzer liegt das Osttor der dritten Einfriedung. Es ist der Südflügel dieses Gopurams, der das meist bestaunte Paar von Tetrameles Bäumen trägt, die oben erwähnt wurden, einer tot, einer lebendig, mit ihren Wurzeln sind sie dabei, das Dach des Heilgtums gleichzeitig zu zerstören und zu stützen, nämlich indem ihre Wurzeln Teil der tragenden Pfeiler wurden. Ein brüllender Löwe vor dem Südtor der Gallerie schützt diese unglaubliche Szene einer Heirat von Holz und Stein, Wahrzeichen für Angkor.
Auf halbem Wege von diesem Osttor der dritten Einfriedung zu dem der vierten Umfassungsmauer liegt auf der linken Seite ein Bauwerk, das für ein Vahnigriha gehalten wird, ein "Feuer-Haus" (Foto hier). Vahnigrihas waren eine Art Poststationen entlang der Hauptstraßen des Reiches.
Die äußere Laterit.Mauer von Preah Khan (vierte Einfriedung) trägt 72 Garudas in Abständen von 50 Metern zueinander. Sie sind 5 m hoch. an den Ecken sogar noch größer. Vishnus mythische Sonnenadler halten Nagas in ihren Klauen. Eine vierte Umfassungsmauer anstatt der gewöhnlichen drei eines Khmer-Tempels, deutet darauf hin, dass diese Tempel-Außenmauern noch einem weiteren Zweck dienten, sie waren zugleich Stadtmauern.
Die Prachtstraße vor den Eingängen im Osten und Westen werden von Reihen reich dekorierter Pfeiler flankiert (Foto hier). Jeder Eingang hat einen Damm über den Wasergraben, mit Naga-Balustraden (Foto hier), die zwar kleiner sind als die der späteren Hauptstadt Angkor Thom, aber denen sehr ähnlich, ein weiterer Hinweis darauf, dass das städtische Element hier eine größere Rolle spielte als an anderen Tempeln Angkors.
Hinweis: Wir bieten eine eigene Unterseite mit Bildergallerie zu Preah Khan, wo Sie 48 Fotos im Format 900 x 600 Pixel finden, mit Diashow-Funktion.
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Banteay Kdei
Das Trio von riesigen Flachtemeln im Bayon-Stil wird von Banteay Kdei komplettiert, das das erste große Monument war, das vom buddhistischen König Jayavarman VII. (1181-1218) erbaut wurde, der dann fast so viele große Monumente hinterlassen sollte als alle seine hinduistischen Vorgänger zusammen genommen. Viele (nicht alle) der Bauten Jayavarmans haben Gesichter-Türme, jenes zweite Wahrzeichen Angkors neben den fünf Türmen des Angkor Wat. Wie der benachbarte Komplex von Ta Prohm ist Banteay Kdei einer dieser Gesichterturm-Tempel. Die großen Gesichter-Reliefs sind Ergänzungen aus dem 13. Jahrhundert. Sie können vier kolossale Buddha-Gesichter, in die vier Himmelsrichtungen blickend, an jedem von banteay Kdeis vier Gopurams der äußeren Umfassungsmauer sehen, sie liegen an den vier Jardinalpunkten, wie üblich. Aber die buddhistischen Gesichter sind hier nicht so groß wie die berühmten der Stadttote von Angkor Thom und die zahlreichen des Bayon-Tempels.
Banteay Kdei ist auch so etwas wie ein erstes Negativ-Beispiel. Die Bauarbeiten wurden hastig ausgeführt, nicht mehr so präzise wie am Angkor Wat. Und der Sandstein war von schlechterer Qualität. Ungenauigkeit und Brüchigkeit trugen einen Großteil zu dem Verfall bei, der heute sichtbar ist.
Nur wenige Monate, nachdem er Angkor von der Cham-Fremdherrschaft befreit und selbst den Thron bestiegen hatte, widmete Jayavarman VII den Mahayana-buddhistischen Tempel Banmteay Kdei seinem Lehrer (Guru). Eine der Bedeutungen des heutigen Namens "Banteay Kdei" ("citadel of the cells") könnte eine Erinnerung an die Nutzung als Schule sein, wenn damit die Zellen der Novizen in einer Ausbildungsstätte gemeint wären. Aber wahrscheinlicher ist, dass sich der Name auf die vielen Innenräume des Haupttempels bezieht. Nur die Peripherie des Steinbaus diente als Campus. Quartiere für budddhistische Mönche und Novizen waren aus Holz errichtet und sind darum nicht erhalten. Banteay Kdei blieb eine Heimstätte für Mönche für Jahrhunderte. Darum ist es nicht so sehr vom Urwald zurück erobert wie das benachbarte Ta Prohm. Nur an der hinteren (westlichen) Seite des Tempels können Sie einen beeindruckenden malerischen Baum sehen, der auf der von ihm umklammerten Tempelwand wächst.
Die äußerste Tempelwand ist aus Laterit und misst 700 m von Ost nach West und 500 m von Nord nach Süd. Die vier Eingangstore mit Gesichter-Türmen, die bereits erwähnt wurden, sind aus Sandstein.
Eine Terrasse über kreuzförmigem Grundriss vor der ersten Tempelhalle ist mit Naga-Balustraden ausgestattet, sie sind in einem ordentlichen Erhaltungszustand. Das rechteckige Gebäude zwischen dem Eingang (Gopuram III genannt) und dem Kerntempel war die Halle der Tänzer, ähnlich wie bei Preah Khan. Sie ist nur geringfügig kleiner als am Preah Khan Tempel, aber hat mehr Pfeiler. Sie sind verziert mit Reliefs, die tanzende Apsaras allein oder in Paaren abbilden. Die Gesamtgruppe von Steinbauten, inklusive Tänzer-Halle und Kerntempel, ist von einem inneren Wassergraben umschlossen, der 329 m mal 300 m misst.
Der Kunst von Banteay Kdei bildet einen Übergang vom Angkor-Wat- zum Bayon-Stil der anbrechenden Ära Jayavarmans VII. Der Tempel scheint nicht gemäß dem Ursprünglichen Grundriss errichtet zu sein. Mehr und mehr Korridor-Gallerien wurden später hinzugefügt, die die 13 Türme verbinden. Die führte zu der verwirrend labyrinthischen Anordnung der Räume. Aber es bleibt doch weniger komplex als danach die Grundrisse von Ta Prohm und Preah Khan. Im Grunde ist das Arranegment der 13 Türme strikt syymetrisch. Der Zentralturm ist umgeben von vier Türmen in den Kardinalpunkten und vier weiteren in den Ecken des inneren (ersten) Hofes, so bilden sie drei Reihen von drei Türmen in regelmäßigen Abständen. Vier zusätzliche Türme überragen die Kardinalpunkte des umgebenden zweiten Hofes.
In einem Korridor etwas nördlich des Zentralturms gibt es ein Relief über einem Türdurchgang, dass die Versuchungen durch Mara darstellt, die darauf zielen, den Buddha bei der Meditation zu stören, um ihn davon abzuhalten die Erleuchtunng zu finden. Aber der Buddha bleibt unerschütterlich. Die Szene ist eine Allegorie für den Triumph der Tugend über das Üble und mag als Symbol für den Sieg Jayavarmans VII über die Cham-Invasoren gedient haben. Seine Hinwendung zum Buddhismus wird manchmal damit erklärt, dass es ein Mittel war, die frühere Religion des besiegten und nun restaurierten Khmer-Imperiums durch eine neue mächtige Religion zue rsetzen, die mit jener Niederlage nicht in Verbindung gebracht werden konnte.
Nach der buddhistische Herrschaft Jayavarmans VII. dah der königliche Hof in Angkor eine Wiederbelebung des Schiwaismus. And der fanatische Hindu-König Jayavaman VIII. ordnete am Ende des 13. Jahrhunderts sogar die Zerstörung buddhistischer Skulpturen an. Dies ist einer der Gründe dafür, warum in Banteay Kdei die Gesichter so vieler Buddhafiguren beschädigt oder entfernt sind. Wie im Falle von Preah Khan und von vielen kleineren Tempeln trug Kunstraub während der Jahre des Bürgerkriegs ebenfalls zu den Beschädigungen bei.
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Ta Som
Ta Som liegt in der nordwestlichen Ecke der Rundstraße Grand Circuit, 2 km östlich von Neak Pean und 2,5 km nördlich vom Östlichen Mebon. Ta Som lag etwas nördlich der Ost-West-Achse, die von Preah Khan und dem "Nördlichen Baray" namens Jayatataka gebildet wird, dessen Zentralheiligtum Neak Pean ist. Ta Som liegt am Fuße des Ostdamms des Barays.
In Preah Khan gab es eine Stele, die Ta Som vermutlich erwähnte, dadurch konnte der originale Sanskrit-Name des Tempels identifiziert werden: Gaurashrigajaratna, "Verheißungsvolles-Heiliges-Elefanten-Juwel". Die selbe Inschrift besagt, dass es 24 Gottheiten beherbergte.
Ta Som ist ein mittelgroßer Tempelkomplex, kleiner als die ähnlichen Tempel im Bayon-Stil wie Banteay Kdei, Ta Prohm, and Preah Khan. Es ist ein typisches Bauwerk aus der Ära Jayavarmans VII.
Es ist eines der Monumente mit Gesichtertürmen, aber sie sind von kleineren Ausßmaßen als in Angkor Thom. Ta Soms Buddha-Gesichter befinden sich an den Gopurams an den zwei Eingängen von Osten und Westen. Sie gehören zur äußeren (dritten) Umfassungsmauer, die 240 m mal 200 m misst, sie ist möglicherweise eine spätere Hinzufügung aus der Regierungszeit Indravarmans II. in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts.
Der östliche Gesichterturm ist eines der meistfotografierten Monumente der Khmer. Für die heutigen Besucher, der seine Besichtigung am Parkplatz an der Westseite beginnen wird, liegt er am anderen Ende des Komplexes. Er ist bekrönt von einem hervorragenden Exemplar von Angkors weltberühmten steinbrechenden Bäumen, ein dramatischer Anblick. Die Würgefeige steht noch aufrecht, aber sie starb bereits in den 1870 Jahren ab, dies bedeutet, dass sie nicht mehr wächst, und aufgrund von Dekomposition wird sie eines Tages herabstürzen, in einer nicht zu fernen Zukunft.
Die zweite Einfriedungsmauer ist von einem Wassergraben umfasst. Wiederum sind an beiden Seiten, von Osten und Westen, Gopurams mit Türmen.
Ta Soms Kerntempel, bestehend aus Laterit-Gallerien (innere Einfriedung), enthält ein kreuzförmiges Prasat-Heiligtum und zwei Bibliotheken aus Sandstein. Es ähnelt sehr einer Miniaturausgabe von Ta Prohm, 30 m lang and 20 m breit.
Viele der Reliefs sind in einem ordentlichen Erhaltungszustand. Sie sind von hochwertigerer Handwerkskunst als andere Reliefs im Bayon-Stil, die hastiger gearbeitet zu sein scheinen. Die Devata- (Apsara-) Skulpturen zeigen eine eine ungewöhnliche Individualität im Vergleich zu anderen zeitgenössischen Khmer-Tempeln.
Ein ehemaliger Gibel, nun auf dem Boden an der Südseite des Kerntempels aufgestellt (innerhalb der zweiten Einfriedung), trägt eine große und schöne Darstellung des Bodhisattva Lokeshvara. Der nördliche zentrale Giebel des Nord-Gopurams, von ähnlicher Größe, wurde in jüngerer Vergangenheit durch den WMF und die APSARA Behörde restauriert. Der Südgiebel des Nord-Gopurams (innerhalb des inneren Tempelhofs) zeigt einen kleineren Lokeshvara, zu dessen Füßen sich vier betende Figuren auf Lotusblüten befinden.
Im südwestlichen Winkel des Tempelhofes (erste Einfriedung) können Sie ein weiteres exzellentes Relief auf dem Boden sehen sowie eine Säule mit einem Zapfen darauf. Die Symbolik ist nicht bekannt. Ähnliche Stelen wurden auch in gleichzeitigen Tempeln gefunden, z.B. zwei in Preah Khan und eine in Banteay Prei.
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Ta Nei
Am Angkors Kleinem Rundweg, zwischen Ta Kei und Ta Prohm, gibt es einen Waldweg, der einen Kilometer nach Norden führt zu Ta Nei. Ta Nei ist einer der vielen Flachtempel, die vom buddhistischen Herrscher Jayavarman VII. im späten 12. Jahrhundert errichtet wurden. An diesem romantischen Tempel können Sie immer noch die Geräusche der Tiere anstelle des Klickens von Kameras oder des lautstarke Gruppen von amüsierten Reisenden erleben.
Das Tempelgelände ist mittelgroß, 55 m lang und 47 m breit. Viele der Bauten im Tempelhof sind eingestürzt, und es ist etwas beschwerlich über die Steintrümmer zu steigen. Doch dies ist, warum Ta Nei eine außergewöhnliche Erfahrung eines Khmer-Tempels bietet und einen Besuch wert ist.
Sie werden hier Türsturz-Reliefs in einem ziemlich guten Erhaltungszustand entdecken, da sie weniger in Mitleidenschaft gerieten bei dem antibuddhistischen Vandalismus während der Hindu-Restauration unter Jayavarman VIII. als jene an anderen Tempeln im Bayon-Stil. Einige von Ta Neis Steinmetzarbeiten stellen recht ungewöhnliche Themen dar. Zum Beispiel am nördlichen Türsturz des Prasats (Hauptturms) siehr man eine segnende Person auf einem Boot, fliegende Figuren halten Schirme.
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Banteay Prei
Banteay Prei ist ein weiteres der vielen Bauwerke, die von dem Rekorde brechenden Tempelbauer Jayavarman VII. um 1200 errichtet wurden. Innerhaln der äußeren (als "dritten" gezählten= Umfassungsmauer liegt ein Wassergraben, der das Kernareal umgibt. Er mistt 80 m mal 60 m. Die Gallerien, die den inneren ("ersten") Hof einfriedenm sind 30 m von Ost nach West und 25 m von Nord nach Süd lang, sie verbinden kleine Türme an den Ecken und Gopurams in den Kardinalpunkten.
Es gibt einen Pfeiler mit einem Zapfen-Motiv unbekannter Funktion im südwestlichen Teil des Innenhofs. Ähnliche Stelen wurden an anderen Tempeln im Bayon-Stil gefunden, z.B. zwei in Preah Khan und eine in Ta Som.
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Banteay Thom
Prasat Banteay Thom entstand ebenfalls unter dem berühmten ersten buddhistischen Herrscher Angkors, Jayavarman VII. Banteay Thom ist völlig untouristisch, wegen seiner Abgelegenheit. Es ist schwer zu finden und der Zugangspfad ist oft überflutet.
Banteay Thoms Haupteingang ist von Osten, wie meist. Ein zweites Tor ist im Westen. Nur vor der Front des Osttor liegt eine typische kreuzförmige Terrasse. Dieses äußere Ost-Gopuram ist von eindrucksvoller Größe und übersät mit ornamentalen und figurativen Dekorationen im Bayon-Stil, insbesondere männlichen Dvarapala Wächter- und weiblichen Devata- (Apsara-) Figuren. Bedauerlicherweise sind viele Devata-Reliefs grob beschädigt worden in jüngerer Zeit. Banteay Thom ist ein Opfer von Plünderungen.
Ein Wassergraben oder, präziser, eine Serie von Wasserbassins, liegt wie bei Prei Prasat innerhalb der zweiten Umfassungsmauer. Die Pools haben Laterit-Stufen. Dir erste (innere) Einfriedungsmauer hat durchgängige überwölbte Gallerien. Deren Dächer sind mit Gras überwuchert, aber ansonsten gut erhalten, nur teilweise eingestürzt. Sie können hier durch lange dunkle Gänge voller Spinnweben streifen. Ein verrotteter Baum, der einst auf der Südostecke der Umwandlungs-Galerie wuchs, stürzte 2013 um.
Die Hauptgebäude sind drei Prasat Türme in einer Nord-Süd-Linie. Sie sind aus Sandstein errichtet. Ihnen gegenüber liegen zwei Bibliotheksgebäude. Im Nordturm haben Räuber auf der Suche nach Schätzen ein Loch gegraben. Es gibt zahlreiche Reliefs, allerdings nicht im besten Erhaltungszustand. Buddhas und Bodhisattvas wurden vermutlich bereits während des späten 13. Jahrhunderts beschädigt, als der wiederbelebte Hinduismus sich als intolerant erwies. Der "Große Auszug" des Buddha auf seinem Pferd kantaka kann an der Südfassade des Südturms gesehen werden. Eine Mahayana-buddhistische weibliche Verkörperung der höchsten Weisheit, Prajnaparamita, ist ebenfalls in situ. Hinduistische Reliefs bilden Vishnu auf Garuda und deb in Seilen gefangenen Aniruddha ab. Einige weitere Steinreliefs liegen am Boden.
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